Handrehabilitation

Wir bieten Therapie bei diversen Arm / Hand-Erkrankungen und -Verletzungen. Mögliche Diagnosen sind zum Beispiel: Handgelenk- oder Fingerfrakturen, Sehnenverletzungen, Nervenverletzungen, Morbus Dupuytren, Arthrose, Arthritis, Karpaltunnelsyndrom, Ringbandstenosen ("Springfinger"), Epikondylitiden ("Tennis"- oder "Golferellbogen"), Distorsionen / Kontusionen, chronische Schmerzsyndrome und weitere.

Aktive und passive (manuelle) Gelenkmobilisation
Nach Verletzungen und/oder Ruhigstellungen verlieren Gelenke oftmals an Bewegungsfähigkeit. Einerseits wird in der Therapie ein individuell und sorgfältig angepasstes Übungsprogramm für zu Hause erarbeitet, andererseits werden durch den Therapeuten gezielte passive Mobilisationen durchgeführt, um die volle Beweglichkeit wieder herzustellen. Die zunehmende Beweglichkeit hat oft auch eine Linderung der Schmerzen zur Folge.

Muskuläre Behandlungen (dehnen, kräftigen, Triggerpunktbehandlung, Dry Needling-Therapy)

Insbesondere nach einer handchirurgischen Versorgung - aber auch nach der konservativen Behandlung einer Verletzung - und einer damit verbundenen Schienenbehandlung steht nach einiger Zeit der Belastungsaufbau und die Kräftigung der Muskulatur im Vordergrund der Therapie. In der Muskulatur liegt nicht selten der Ursprung von chronischen oder akuten Schmerzen, wie beispielsweise beim "Tennisellbogen". Bei der Triggerpunktbehandlung, beziehungsweise Dry Needling-Therapy, werden bestimmte Punkte erfasst und gelöst, um die Schmerzen zu beeinflussen.

Mobilisation neuraler Strukturen
Periphere Nervenleitungen müssen die Fähigkeit haben, den Bewegungen - beispielsweise eines Arms - zu folgen. Wird ein Nerv eingeklemmt, verliert er diese Gleitfähigkeit und es treten bei bestimmten Bewegungen Schmerzen auf. Durch die Behandlung des Engpasses und durch gezielte Mobilisationen durch den Therapeuten kann die Gleitfähigkeit der Nerven wieder normalisiert werden.

Abschwellende Massnahmen (z.B. manuelle Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Lymphtaping)

Bei jeglicher konservativer und operativer Versorgung von Handerkrankungen und –verletzungen ist die Reduktion der Schwellung ein vorrangiges Anliegen. Schwellungen, die über Wochen persistieren, können zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen der Gelenke führen.

Individuelle Schienenanfertigung, Konfektionsmanschetten
Bei den von uns individuell angefertigten Schienen handelt es sich um therapeutische Schienen, deren Ziel eine ideale Lagerung oder eine bestimmte Einwirkung auf ein oder mehrere Gelenke ist. Mit so genannten Quengelschienen kann das Bewegungsausmass von eingeschränkten Gelenken erweitert werden. Schienen stellen oft eine Ergänzung zur ergotherapeutischen Behandlung dar. Neben den individuell angepassten Schienen (hergestellt aus Thermoplast, Softcast, Neopren usw.) führen wir ein spezialisiertes Sortiment an Konfektions-Handgelenkmanschetten und Daumenstützen für diverse Diagnosen.

Wundversorgung und Narbenbehandlungen
Nach einer handchirurgischen Versorgung wird die Wundbehandlung von uns phasengerecht und individuell angepasst vorgenommen. Narben im Bereich der Hand wirken sich oft störend auf das Empfinden oder auf das Bewegungsausmass von Gelenken aus. Dehnungen (bei Bedarf mit Schienen), Massagen, Silikone und Ultraschall machen Narben weich, geschmeidig und elastisch.

Physikalische Massnahmen (Kälte, Wärme, Ultraschall, Lasertherapie, Iontophorese, TENS)
Je nach Problemstellung kann eine Kälte- oder Wärmeanwendung (beispielsweise ein Paraffinbad) Linderung der Schmerzen verschaffen. Ultraschall ist ein medizinisches Verfahren zur Schmerzlinderung und Unterstützung von Selbstheilungsprozessen und wird bei entzündlichen Zuständen (z.B. bei Sehnenscheidenentzündung) oder bei einschränkenden Narben angewendet. Der Lasertherapie wird ein stimulierender Einfluss auf das Gewebe und die Zellen zugeschrieben. Der Low-Level-Laser arbeitet mit Licht im Infrarotbereich, das die Haut durchdringen kann und so den Zellstoffwechsel im Zielgewebe erhöht. Die Laserbehandlung kommt insbesondere bei Gelenkschmerzen und Wundheilungsstörungen zur Anwendung. Mittels eines schwachen Gleichstroms kann bei der Iontophorese ein Medikament durch die Haut aufgenommen werden. Wir setzen dieses medizinische Verfahren hauptsächlich bei Entzündungsprozessen ein. Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine elektromedizinische Reizstromtherapie und wird bei uns vor allem zur Behandlung von Schmerzen angewendet.

Gelenkschutzinstruktionen
Durch Arthrose oder Arthritis degenerierte Gelenke bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit. Das Hauptanliegen der Gelenkschutzinstruktion ist, bei Patientinnen und Patienten ein Bewusstsein für einen schonenden Umgang mit den betroffenen Gelenken zu schaffen. Dazu gehört die sorgfältige Erfassung der belastenden Tätigkeiten im individuellen Alltag und darauf aufbauend die Erarbeitung von "massgeschneiderten" Alltagstipps, um die Belastungsspitzen zu brechen. Speziell bei Erkrankung der Hände wird das Greifverhalten angeschaut und nach Entlastungsmöglichkeiten im Haushalt oder bei der Arbeit gesucht.

Hilfsmittelberatung
Hilfsmittel haben die Funktion den Alltag zu erleichtern und sind oftmals ein Bestandteil der Gelenkschutzinstruktion. Patientinnen und Patienten werden bei uns in der Anwendung diverser Utensilien - beispielsweise Flaschenöffner oder Schreibhilfen - geschult. Nicht jedes Hilfsmittel hat für alle betroffenen Personen den gleichen Nutzen, deshalb ist es sinnvoll, die verschiedenen Ausführungen bei uns in der Praxis oder zu Hause im eigenen Umfeld auszuprobieren.

Somatosensorische Rehabilitation
Die somatosensorische Erfassung und Behandlung ist eine Rehabilitationsmethode nach Claude Spicher und wird bei chronischen neuropathischen Schmerzen angewendet. 

Spiegeltherapie
Die Spiegeltherapie ist eine ergänzende Behandlung bei chronischen Schmerzzuständen zum Beispiel bei Phantomschmerzen nach Amputationen oder bei CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom). Sie macht sich die neuronale Plastizität des erwachsenen Gehirns und Spiegelneurone zu nutze.